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Mystischer Norden

Mit einem eigenen Mietwagen sind Sie flexibel und können unabhängig zwischen den Stränden der nordchilenischen Pazifikküste und den erstaunlichen Attraktionen des Altiplanos pendeln. Gut geplant mit dem richtigen Partner ist eine Mietwagenreise in die Hochlandregion sicher und unkompliziert.

Unsere Altiplano-Route ist kurz und knackig und deckt nur die Hauptattraktionen der Region ab – schlieβlich gibt es ja auch im Rest von Chile so unendlich viel zu entdecken!
Planen sie Ihre Reise durch Chile mit dem eigenen Leihfahrzeug am besten in Etappen und decken Sie die großen Distanzen mit Inlandsflügen ab. – Mietwagen-in-Chile macht’s möglich: Wir beraten Sie gern und buchen Ihre Flüge direkt vor Ort.

Vorab noch einige Hinweise zu Mietwagenreisen in Chile´s extremem Norden:

Einige Straßen im Hochland sind abgeschiedene Schotterpisten, auf denen man nur selten andere Fahrzeuge antrifft. Sie haben womöglich schlechten Handy-Empfang und im Falle einer Panne sollten Sie gut vorbereitet sein. Damit Sie sich in Notfällen keine Sorgen machen müssen, bietet Mietwagen-in-Chile Zusatzzubehör wie Notfall-Kits, zusätzliche Ersatzreifen, und Werkzeuge bei der Fahrzeuganmietung an.

Beachten Sie auch, dass die meisten Straßen aus Kies, Sand oder Steinen beschaffen sind, weshalb wir zu vorsichtigem Fahren raten. Bedenken Sie des Weiteren, dass man auf Schotterpisten nur etwa halb so schnell vorankommt, wie auf Asphalt.

Nehmen Sie immer etwas doppelt so viel Mineralwasser (Vorsicht mit Leitungswasser in Nordchile) mit, wie Sie brauchen und denken Sie an warme Kleidung oder Decken im Auto – abends fallen die Temperaturen im Hochland sehr schnell.

Auch sollten Sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit das Mietauto volltanken, denn Tankstellen sind spärlich gesät.

Vorsicht mit der Höhe! Wie der Name schon sagt, ist das Altiplano („Hochebene“) sehr hoch gelegen, einige Attraktionen liegen auf ca. 4.500m Höhe. Wer gesundheitlich angeschlagen ist oder Probleme mit der Höhe hat, sollte davon lieber absehen – die Gesundheit geht vor!

Die Unterkünfte in Arica und Iquique reichen von einfachen Hostels bis hin zu Hotels der gehobenen Kategorie.

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Beispiel für eine Mietwagenreise im Altiplano:

Arica
Nehmen Sie Ihren Mietwagen am Flughafen in Arica in Empfang. Bitte halten Sie Ihren Führerschein und eine Kreditkarte bereit, da ein Abzug der Karte als Sicherheit hinterlegt werden muss. Der Abzug wird bei Rückgabe des Wagens vernichtet, sofern kein Schaden vorliegt.

Erkunden Sie am Ankunftstag Arica, die Stadt des ewigen Frühlings. In der hübschen Innenstadt wandeln Sie auf den Spuren Gustave Eiffels: Von ihm stammen die San Marcos Kathedrale und das historische Zollgebäude am Hauptplatz. Wahrzeichen der Stadt ist der berühmte Morro-Felsen der die Stadt 130m überragt. Er wurde im Salpeterkrieg gegen Peru von den Chilenen erstürmt. Ein interessantes Museum erläutert Ihnen diesen wichtigen Teil der lokalen Geschichte. Von der Aussichtsplattform auf dem Morro aus kann man ganz Arica, die Küste mit den langen Stränden, sowie das grüne Lluta-Tal sehen. Lassen Sie den Tag gemütlich am Strand ausklingen.

Übernachtung in Arica.

Frühgeschichte im Azapatal
Fahren Sie heute mit Ihrem Mietauto ostwärts aus der Stadt heraus und entdecken Sie das Azapatal. Hier ist nicht nur das Hauptanbaugebiet der chilenischen Olivenproduktion, sondern im Museum San Miguel de Azapa können Sie die ältesten Mumien der Welt bestaunen – die stammen nämlich nicht aus dem alten Ägypten, sondern aus der Chinchorro-Kultur, die in der Steinzeit an der nordchilenischen Pazifikküste lebte und ab ca. 5.000 v.Chr. begann, ihre Toten zu konservieren. Bei der ältesten Methode wurden die Organe und Muskeln sorgfältig entfernt und der Körper dann mit Stroh und Erde um das Skelett nachmodelliert. Anschlieβend wurde die Haut wieder über den Körper gezogen und der Kopf mit einer Maske sowie Kopfschmuck versehen. Dann wurde der ganze Körper bemalt. Natürlich weiß man heute nicht mehr, was diese ansonsten sehr einfach lebenden Menschen dazu bewegte, einen solchen Aufwand zu betreiben. Eine Theorie geht davon aus, dass es auf Grund des in dieser Region natürlich vorkommenden Arsens im Grundwasser eine hohe Kindersterblichkeit gab und das Chinchorro-Volk seinen Kindern so ein Weiterleben ermöglichen wollte.
Besuchen Sie außer dem Museum im Azapatal den örtlichen Gemüsemarkt, den Handwerkermarkt und eine Oliven-Produktion, bevor Sie den Tag in Arica (am Strand) ausklingen lassen. An den Hängen des Azapatals befinden sich uralte Geoglyphen, große aus Steinen gelegte Bilder von Hirten und Herden.

Übernachtung in Arica, Tagesstrecke ca. 50 km über Asphalt.
Bei früher Ankunft in Arica am 1. Tag, können Sie das Museum im Azapatal auch am 1. Tag besuchen und die Tour um einen Tag verkürzen.

Lauca Nationalpark
Unternehmen Sie heute einen Ausflug in den Lauca Nationalpark auf dem Altiplano und lassen Sie sich von dessen atemberaubenden Landschaften und der Stille verzaubern. Auf dem Weg in den Park kommen Sie durch das grüne Lluta Tal, ein durch Bewässerung ertragreicher Landstrich, der einen erstaunlichen Kontrast zur trockenen Wüste bildet. Rätselhafte Felszeichnungen von Lamas und Menschen erstrecken sich hier über die Berghänge. Einer der landschaftlichen Höhepunkte der Region ist der Chungará-See auf 4.500 Metern. In seiner nachtblauen Oberfläche spiegelt sich der 6.400 m hohe Vulkan Parinacota mit seiner schneebedeckten Kuppe – ein wahres Bilderbuchpanorama. Die Tierwelt des Altiplano tut das ihrige dazu: Guanakos, Vicuñas, Alpakas, Pumas und Flamingos sind nur einige der Bewohner des lebensfeindlich aussehenden Hochlandes.
Die Kirchen der prähispanischen Hochlanddörfer Parinacota (4.392 m) und Putre (3.500 m ü.M.) lohnen einen Abstecher auf dem Rückweg. Die Adobe-Bauten stammen aus dem frühen 17. Jahrhundert und sind damit unter den frühesten Zeugnissen europäischer Kolonialisation in der Gegend.

Übernachtung in Arica, Tagesstrecke ca. 400km, größtenteils über Asphalt.
ACHTUNG: Der Höhenunterschied von Arica am Meer zum Chungará-See beträgt 4.500m, die an nur einem Tag zurückgelegt werden. Wer sich nicht aus Erfahrung absolut sicher ist, keine Höhenprobleme zu haben, oder gesundheitlich angeschlagen ist, sollte von diesem Ausflug lieber absehen. Kehren Sie beim ersten Anzeichen von Kopfschmerz oder Übelkeit sofort um!
Wer sich nicht sicher ist, kann diesen Ausflug evtl. als geführte Tour unternehmen, sodass Hilfe zur Stelle ist und man nicht selbst am Steuer sitzt.

Arica – Iquique und Salpeter-Geisterstädte
Verlassen Sie Arica am Morgen auf der Panamericana Richtung Süden nach Iquique und machen Sie unterwegs einen kurzen Abstecher zum «Giganten von Atacama», einem 86 m hohem Scharrbild auf einem Hügel etwa 70 km vor Iquique.
Kurz vor Iquique führt ein Abzweiger zu den ehemaligen Salpeterstädten Humberstone und Santa Laura. Sie sind Zeugnisse aus den Tagen des Salpeterbooms und florierten ab 1872, als dieses Gebiet noch zu Peru gehörte. Nach der Erfindung der Ammoniak-Synthese brach der Salpetermarkt zusammen und die beiden Orte wurden einfach verlassen. Zurück blieben Hotel, Schwimmbad, Läden, Kirche, Schule, Sportplatz, das einst prestigeträchtige Theater und Wohngebäude – eine bizarre Atmosphäre erwartet Sie hier. 1970 wurden die Geisterstädte unter Denkmalschutz gestellt und stehen seit 2005 auch auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.
In der ehemaligen Salpeterhochburg Iquique selbst erwarten sie Prachtbauten aus der Zeit des Booms und dazu lange weiße Strände – eine sehr attraktive Kombination! Wer es abenteuerlich mag, kann in Iquique auch Paragliding praktizieren. Dazu sollten Sie einen Extra-Tag einplanen.

Übernachtung in Iquique, Tagesstrecke ca. 350 km über Asphalt.

Rückgabe des Mietwagens in Iquique und Rückflug.